Viseca mit positivem Resultat und neuem Rekordwert beim Kartenbestand

Trotz anhaltender Corona-Massnahmen konnte die Viseca das erste Halbjahr 2021 mit einem Gewinn abschliessen. Skaleneffekte sowie ein konsequentes Kostenmanagement haben zum positiven Ergebnis beigetragen. Der Kartenbestand kletterte auf einen neuen Rekordwert. Die Fokussierung des Unternehmens auf das Payment-Geschäft hat sich damit als richtig erwiesen. Für die zweite Jahreshälfte ist die Viseca vorsichtig optimistisch.

Nach den Einschränkungen im Corona-Jahr 2020 stand das erste Halbjahr 2021 ganz im Zeichen der Bekämpfung der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden schrittweisen Öffnung bedeutender Teile des öffentlichen Lebens. Entsprechend erfreulich präsentiert sich das Halbjahresergebnis der Viseca. Im ersten Quartal lag der Umsatz Corona-bedingt zwar noch unter dem Vorjahr, bereits im zweiten Quartal konnte die Viseca jedoch eine bedeutende Umsatzsteigerung verzeichnen. Zwar liegt der Zinsertrag um 13.2 Prozent und die übrigen Erträge um 8.9 Prozent unter Vorjahr. Der Kommissionsertrag stieg hingegen um 6.5 Prozent und die Jahresgebühren legten um 1.2 Prozent zu. Unter dem Strich ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 mit einem minimalen Umsatzrückgang von 0.6 Prozent auf CHF 189.0 Mio. (2020: CHF 190.2 Mio.) somit stabil geblieben. Das Konzernergebnis kletterte – nicht zuletzt auch aufgrund des konsequenten Kostenmanagements – im gleichen Zeitraum auf CHF 12.5 Mio. (2020: CHF -11.8) und ist damit deutlich besser als im Vorjahr.

Kartenbestand und Transaktionsumsatz legen zu

Der Kartenbestand stieg in den vergangenen Monaten kontinuierlich an und lag per 30. Juni 2021 bei 2.58 Millionen Karten, was einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent entspricht. Das starke Wachstum ist primär auf die Migration der Manor myOne Kundenkarte auf die Manor World Mastercard® sowie auf das Neugeschäft mit Debitkarten der neuen Generation zurückzuführen. Viseca profitiert von den Skaleneffekten dieser Portfolien, die allerdings naturgemäss weniger Betriebsertrag pro Karte beitragen als das traditionelle Kreditkartengeschäft. Der Transaktionsumsatz legte im ersten Halbjahr 2021 deutlich zu, und zwar um 24.9 Prozent auf CHF 5'639 Mio. (2020: CHF 4'516 Mio.).

Per 30. Juni 2021 beschäftigte die Viseca 681 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalente), gegenüber 742 Mitarbeitenden zur Jahresmitte 2020. Die Bilanzsumme belief sich per 30. Juni 2021 auf CHF 1'109.8 Mio. (2020: 1'142.0 Mio.) und das Eigenkapital betrug CHF 566.9 Mio., was einer sehr soliden Eigenkapitalquote von 51.1 Prozent entspricht. Per 16. Juli 2021 hat die Viseca zudem die letzte noch offene Anleihe in Höhe von CHF 275 Mio. zurückbezahlt und ist somit zurzeit nicht am Kapitalmarkt aktiv.

Durchmischte Aussichten für das zweiten Halbjahr

Die Anstrengungen im Rahmen der Impfkampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und die damit einhergehenden bisherigen Lockerungen der Corona-Massnahmen stimmen vorsichtig optimistisch. Für das zweite Halbjahr 2021 rechnet die Viseca daher trotz Delta-Variante mit einer weiteren leichten Erholung der Wirtschaft, was sich positiv auf den Gesamtjahresumsatz des Unternehmens auswirken dürfte. Dieser wird vor allem auch vom fortschreitenden Ausbau des Kartenbestands getrieben: Bereits im Juli 2021 konnte die Viseca im Rahmen der Migration der Jumbo myOne Kundenkarte auf die Jumbo Mastercard® über 55’000 neue Karten herausgeben. Mit den laufenden Projekten wird darüber hinaus auch das Geschäft mit Debitkarten weiter zunehmen.

Damit zeigt sich, dass die Fokussierung der Viseca auf das Payment-Geschäft der richtige Weg war. Dank Skaleneffekten und einem dezidierten Kostenmanagement kann das Unternehmen auch unvorhergesehenen Ereignissen wie der Corona-Pandemie trotzen. Mittelfristig entpuppt sich diese sogar als Treiber des Geschäfts: Bargeldloses Bezahlen hat während der Corona-Pandemie einen beispiellosen Aufschwung erfahren. Dank der Aufteilung des Unternehmens in eine Issuing- und eine Dienstleistungsgesellschaft per Oktober 2020 ist die Viseca heute ideal aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Endkunden wie auch Kundenbanken von Viseca profitieren so von massgeschneiderten Lösungen rund ums bargeldlose Bezahlen. Einfach, sicher und bequem.