Anhang (ungeprüft)

Informationen zum Bericht

Die Viseca Holding AG ist ein in Zürich (Schweiz) ansässiges Unternehmen, das mit ihren Tochtergesellschaften (zusammen der Konzern genannt Viseca) Finanzdienstleistungen im Rahmen des bargeldlosen Bezahlens erbringt.

Tochterunternehmen Dienstleistungen

Viseca Card Services SA

Die Viseca Card Services SA bietet Dienstleistungen für bargeldloses Bezahlen an. Sie gibt Zahlkarten (Issuing) unter den Marken der Kreditkartenorganisationen (Schemes) Mastercard und Visa heraus und bietet Kundenkarten mit Zahlfunktion an. Dies erfolgt an Privat- und Firmenkunden, für Schweizer Retailbanken, mehrere Co-Branding-Partner und im eigenen Namen. Sie erbringt sämtliche zugehörigen Kundendienstleistungen.

Viseca Card Services II AG

Diese Gesellschaft ist im Moment noch inaktiv. Sie wird ab Oktober die Herausgeberin für Kredit- und Kundenkarten mit Zahlfunktion sein.

Contovista AG (Contovista)

Die Contovista entwickelt sowohl Software für das Finance Management als auch für Analytics und stellt diese den Banken zur Verfügung.

Aufgrund der ausgegebenen Obligationsanleihen (Bonds CHF Domestic) ist die Viseca Holding AG in der Schweiz im Swiss Reporting Standard der SIX Swiss Exchange mit der ISIN-Nummer CH0246921537 kotiert.

Wichtigste Grundsätze der Rechnungslegung

Grundlagen der Abschlusserstellung

Die vorliegende, ungeprüfte Konzernrechnung vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage („true and fair view“) der Viseca und wurde in verkürzter Form nach Swiss GAAP FER 31 erstellt. Diese Halbjahresrechnung beinhaltet nicht alle Informationen und Offenlegungen, wie sie in der jährlichen Konzernrechnung verlangt werden. Sie sollte deshalb im Zusammenhang mit der Konzernrechnung per 31. Dezember 2019 betrachtet werden.

Als Grundlage für die Konzernrechnung dient der nach einheitlichen Grundsätzen zur Rechnungslegung per 30. Juni erstellte Abschluss der Konzerngesellschaften. Die Konzernrechnung basiert auf dem Prinzip der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, es sei denn, ein Standard schreibt für eine Abschlussposition eine andere Bewertungsgrundlage vor oder es wurde aufgrund eines Wahlrechts eine andere Bewertungsgrundlage angewendet. Die relevanten Rechnungslegungsgrundsätze sind in den spezifischen Erläuterungen im Anhang enthalten.

Bei den Aktivposten wird auf jeden Bilanzstichtag überprüft, ob Anzeichen einer Wertbeeinträchtigung vorliegen. Falls Anzeichen vorliegen, wird der erzielbare Wert bestimmt und wenn dieser den Buchwert übersteigt eine entsprechend erfolgswirksame Buchung vorgenommen.

Die konsolidierte Konzernrechnung wird in Schweizer Franken, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, wurden alle Finanzangaben in Schweizer Franken auf die nächste Tausenderstelle gerundet. Aus diesem Grund können Rundungsdifferenzen entstehen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Konzerngesellschaften umfassen jene Unternehmen, die direkt oder indirekt von der Viseca Holding AG kontrolliert werden. Dabei bedeutet Kontrolle die Möglichkeit der Beherrschung der finanziellen und operativen Geschäftstätigkeiten des jeweiligen Unternehmens, um daraus entsprechenden Nutzen zu ziehen. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn der Konzern über mehr als die Hälfte der Stimmrechte am Aktienkapital eines Unternehmens verfügt. Die Konzerngesellschaften werden von dem Datum an konsolidiert, an dem die Kontrolle an den Konzern übergeht. Zur Veräusserung vorgesehene Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt vom Konsolidierungskreis ausgeschlossen, an dem diese Kontrolle nicht mehr gegeben ist.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach wird der Kaufpreis bzw. Buchwert der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung aufgerechnet. Ein allfälliger Goodwill aus Beteiligungskäufen wird aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Alle konzerninternen Transaktionen, Salden und nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften werden vollständig eliminiert.

Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital und am Konzerngewinn werden in der Bilanz sowie in der Erfolgsrechnung separat ausgewiesen. 

Veränderungen im Konsolidierungskreis

In der Berichtsperiode haben folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden:

Im April 2020 wurde die Gesellschaft für die zukünftige Herausgabe der Kreditkarten (Issuing Business) gegründet und im Mai 2020 fanden die Fusionen der Accarda AG und der Aduno Finance AG mit der Viseca Card Services SA statt.

Die cashgate AG, welche für das Privatkredit- und Leasinggeschäft zuständig war, wurde per 2. September 2019 veräussert.

Die detaillierten Angaben sind unter Punkt 4.1 zu finden.

Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen in Gruppengesellschaften

Die in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften enthaltenen Fremdwährungstransaktionen und -positionen werden wie folgt umgerechnet: Fremdwährungstransaktionen werden zum Kurs des Transaktionstages (aktueller Kurs) in die Buchwährung umgerechnet. Am Periodenende werden monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Bilanzstichtagskurs erfolgswirksam verbucht.

Umrechnung von zu konsolidierenden Abschlüssen

Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken präsentiert. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Konzerngesellschaften mit abweichender Währung werden zu Stichtagskursen, das Eigenkapital zu historischen Kursen, die Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die dabei anfallenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral über das Eigenkapital gebucht. Bei Veräusserung einer ausländischen Konzerngesellschaft werden die zugehörigen kumulierten Fremdwährungsdifferenzen in die Erfolgsrechnung übertragen.

Folgende wesentlichen Wechselkurse wurden verwendet:

 

Durchschnitt 1. Halbjahr 2020

Durchschnitt 1. Halbjahr 2019

Stichtag per 30.06.2020

Stichtag per 30.06.2019

EUR 1

1.0758

1.1392

1.0805

1.1202

USD 1

0.9746

1.0083

0.9607

0.9856

GBP 1

1.2250

1.3061

1.1823

1.2484

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Zur Erstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung nach Swiss GAAP FER muss das Management von Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen ausgehen, die sich auf die Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die angegebene Höhe von Aktiven, Passiven, Erträgen und Aufwendungen auswirken. Die Schätzungen und zugehörigen Annahmen basieren auf bisherigen Erfahrungen und verschiedenen anderen als sinnvoll erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden regelmässig überprüft. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden in der aktuell überprüften sowie in zukünftig betroffenen Perioden erfasst.

Einfluss von COVID-19 auf die Berichterstattung per 30. Juni 2020

Der vom Bund verordnete Lockdown sowie die weltweiten Einschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie hatten massive Einbussen im Konsumgeschäft zur Folge. Die Viseca hat im 1. Halbjahr 2020 massive Umsatzeinbussen zu verzeichnen und weicht aufgrund dessen stark vom erwarteten Konzernergebnis ab.

Die Aktivposten der Unternehmung werden vom Management überwacht. Auf den immateriellen Anlagen "Kundenbeziehungen" wurde eine Wertberichtigung über CHF 1.5 Mio. getätigt, weitere Wertberichtigungen wurden zum Bilanzstichtag per 30. Juni 2020 keine vorgenommen.

Eine umfassendere Aussage zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Forderungen aus dem Paymentbereich können zum Bilanzstichtag noch nicht gemacht werden. Die Forderungen und das Modell zur Pauschalwertberichtigung werden im 3. Quartal 2020 einer vertieften Analyse unterzogen.

1 Performance

In diesem Kapitel wird die operative Leistung der Viseca präsentiert. Die Segmentberichterstattung bildet die auf der obersten Leitungsebene für die Unternehmenssteuerung verwendeten Segmentergebnisse ab.

1.1 Segmentberichtserstattung (ungeprüft)

Die externe Segmentberichterstattung basiert auf der internen Berichterstattung, welche von der Gruppenleitung für die Unternehmenssteuerung verwendet wird.

Aufgrund des Verkaufs der cashgate AG (Segment Consumer Finance) wurde das interne Management-Reporting sowie das externe Segmentsreporting auf Ende 2019 entsprechend überarbeitet und angepasst. Dies bedeutet, dass das frühere Segment Internal Financing nicht mehr separat ausgewiesen wird.

Segment Tätigkeit

Payment

Der Geschäftsbereich Payment stellt Dienstleistungen für bargeldloses Zahlen über Kredit-, PrePaid-, Debit- und Kundenkarten für Privat- und Unternehmenskunden bereit und erbringt die zugehörigen Transaktions- und Kundendienstleistungen in diesem Bereich. Der Grossteil der Geschäftstätigkeit stützt sich auf die Marken Mastercard und Visa. 

Der Geschäftsbereich Payment besteht aus Viseca Card Service SA und Contovista AG. Die Haupteinnahmequellen in dieser Geschäftseinheit sind Verrechnungs- und Kommissionsgebühren, Jahresgebühren für Karten, Dienstleistungserträge sowie Erträge aus Fremdwährungstransaktionen und Zinsen. Contovista stellt Softwarelösungen für Banken zur Verfügung und erzielt aus diesem Geschäft Einnahmen aus Projekten und Lizenzen.

Consumer Finance

Der Geschäftsbereich Consumer Finance bietet Privat- und Unternehmenskunden Leasingverträge und Kredite für Verbrauchsgüter an. Der Geschäftsbereich Consumer Finance wird durch cashgate AG betrieben. Die Haupteinnahmequellen sind Erträge aus Zinsen und Kommissionen sowie Gebühren für kostenpflichtige Dienstleistungen. Dieser Geschäftsbereich wurde 2019 verkauft.

Corporate Functions

In diesem Segment wird das Ergebnis der Viseca Holding sowie die Treasury-Dienstleistungen der Aduno Finance, welche die Behandlung von Zahlungen und die Bearbeitung von Fremdwährungstransaktionen umfassen, ausgewiesen. Der Veräusserungserfolg aus dem Verkauf der Konzerngesellschaften sowie die unternehmensübergreifende Konsolidierungsposten und Umgliederungen werden ebenso in diesem Segment gezeigt.

Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Geschäftssegmente per 30. Juni:

 

Payment

Consumer Finance

Corporate Functions

Konsolidiert

In 1’000 CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

Betriebsertrag 1

190’121

230’313

0

50’300

78

639

190’199

281’252

Betriebsaufwand 2

–197’787

–203’941

0

–38’362

–4’043

–2’967

–201’830

–245’270

Betriebliches Ergebnis

–7’666

26’371

0

11’938

–3’965

–2’328

–11’631

35’982

Ordentliches Ergebnis

–7’698

38’341

0

11’116

–4’005

–4’148

–11’703

45’308

Betriebsfremdes Ergebnis 1 / 2

–279

–906

0

–112

279

2’157

0

1’139

Ertragssteuern

–143

–5’816

0

–2’431

0

–3’896

–143

–12’143

Konzernergebnis

–8’120

31’619

0

8’573

–3’726

–5’888

–11’846

34’305

1Der Veräusserungsgewinn im Vorjahr aus dem Verkauf von Gesellschaften von CHF 1'139 Tausend wurde vom Betriebsertrag in das betriebsfremde Ergebnis umklassiert.

2Der Buchverlust im Vorjahr von CHF 24 Tausend aus dem Verkauf von Anlagevermögen wurde vom betriebsfremden Ergebnis in den Betriebsaufwand umgegliedert.

1.2 Weiterführende Informationen zu ausgewählten Ertragspositionen

Ergänzende Informationen zum Kommissionsertrag

In 1’000 CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

Interchange-Erträge

36’048

44’177

Fremdwährungskommissionen

20’524

32’586

Übrige Kommissionserträge

10’745

14’977

 

 

 

Kommissionsertrag

67’317

91’739

Ergänzende Informationen zu den übrigen Erträgen

In 1’000 CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

Fremdwährungserfolg

15’496

25’810

Erträge aus Dienstleistungen

22’603

31’448

Übrige Erträge 1

6’080

6’895

 

 

 

Übrige betriebliche Erträge

44’180

64’153

1Der Veräusserungsgewinn im Vorjahr aus dem Verkauf von Gesellschaften von CHF 1'139 Tausend wurde von den übrigen Erträge in das betriebsfremde Ergebnis umklassiert.

Rechnungslegungsgrundsätze

Kategorie
Rechnungslegungsgrundsatz

Kommissionsertrag

Beim Kommissionsertrag handelt es sich um transaktionsbasierte Gebühren, die netto an Kunden in allen Geschäftsfeldern verrechnet werden. Sie werden transaktionsbasiert und bereits bereinigt um Gebühren zum Zeitpunkt der Transaktion erfasst.

Jahresgebühren

Die jährlichen Gebühren werden linear über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und entsprechend abgegrenzt.

Zinsertrag

Der Zinsertrag beinhaltet Zinsen aus Kurzfristkrediten an Kreditkarteninhaber. Im Kartengeschäft können Kreditkarteninhaber ihren Saldo auf der Kreditkarte in einen Privatkredit umwandeln, für den die Gruppe während der Laufzeit Zinsen erhebt. Zudem umfasst der Zinsertrag Zinsen aus Leasingfinanzierungen an Privat- und Unternehmenskunden.

Übrige betriebliche Erträge

Übrige betriebliche Erträge beinhalten im wesentlichen Fremdwährungserfolge, Erträge aus Dienstleistungen und übrige Erträge. Der Fremdwährungserfolg wird transaktionsbasiert zum Zeitpunkt der Transaktion erfasst. Die Fremdwährungsumrechnung von Abrechnungen von Kunden des Kartengeschäfts der Gruppe basiert auf einem typischen Wechselkurs nahe dem Kassakurs, die Abrechnung erfolgt nahe der Interbankrate (Interbankrate plus Credit Spread der Viseca). Bei den Erträgen aus Dienstleistungen kommt der grösste Teil aus dem Kundenkartengeschäft. In den übrigen Erträgen ist der Umsatz aus dem Softwaregeschäft der Contovista AG abgebildet.

1.3 Weiterführende Informationen zu ausgewählten Betriebsaufwandspositionen

In 1’000 CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2019

Kartenbearbeitungsaufwände

21’578

22’890

Dienstleistungsaufwände

13’988

17’512

Processing- und Serviceaufwand

35’566

40’402

Vertriebskanalentschädigung

36’340

43’096

Aufwand für Kundenbindung

6’007

5’568

Werbeaufwand

2’843

7’463

Vertriebsaufwand

59

53

Marketing- und Vertriebsaufwand

45’249

56’181

Zinsaufwand

4’757

6’507

Erwarteter Kreditverlust im Geschäftsbereich Payment, Kreditkarten

1’520

763

Erwarteter Kreditverlust im Geschäftsbereich Payment, übrige Zahlkarten

984

1’985

Erwarteter Kreditverlust im Consumer Finance

0

4’601

Wertminderungsaufwand auf dem Kommissionsertrag

706

750

Erwarteter Kreditverlust und Wertminderungsaufwand

3’211

8’099

Löhne und Gehälter

45’961

53’147

Sozialversicherungsaufwand

4’450

5’112

Personalvorsorgeaufwand

2’876

3’742

Übriger Personalaufwand

4’621

4’171

Personalaufwand

57’908

66’173

Beratungs- und Revisionsaufwand

20’889

20’385

Informatikaufwand

12’386

12’515

Telefon und Porti

984

1’135

Raumaufwand

4’044

4’828

Reise- und Repräsentationsaufwand

148

330

Gewinn/Verlust aus der Veräusserung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1

–25

24

Übriger Verwaltungsaufwand

3’328

3’375

Übriger Betriebsaufwand

41’754

42’592

1Der Buchverlust im Vorjahr von CHF 24 Tausend aus dem Verkauf von Anlagevermögen wurde vom betriebsfremden Ergebnis in den übrigen Betriebsaufwand umgegliedert.

Rechnungslegungsgrundsätze

Aufwände werden periodengerecht erfasst, d.h. zum Zeitpunkt in dem sie anfallen. Die nachfolgende Aufstellung enthält Informationen zu ausgewählten Aufwandpositionen.

Kategorie Rechnungslegungsgrundsatz

Processing- und Serviceaufwand

Processing- und Serviceaufwände enthalten Bearbeitungsgebühren für Dienstleistungspartner, Gebühren für die Nutzung des weltweiten Netzes der Kartenorganisationen und weitere Dienstleistungsgebühren. 

Marketing- und Vertriebsaufwand

Die Gruppe bietet ein Kundenbindungsprogramm an, bei dem die Kunden mit ihren Kartentransaktionen Punkte sammeln, die auf speziellen Punktekonten erfasst werden. Die Kunden können die Punkte gegen Geschenke, Gutscheine und Jahresgebührengutschriften eintauschen. Der aufgrund der gesammelten Punkte geschätzte zukünftige Aufwand erhöht die passive Rechnungsabgrenzung. In den Fällen, in welchen Bonusprogramme durch Dritte durchgeführt werden, werden die fakturierten Kosten direkt im Aufwand erfasst.

Zinsaufwand

Der Zinsaufwand besteht mehrheitlich aus dem Aufwand zur Refinanzierung der Zinsertrag generierenden Geschäftsbereiche. Der Zinsaufwand wird mit der Effektivzinsmethode berechnet und entsprechend erfasst.

Erwarteter Kreditverlust auf finanziellen Vermögenswerten

Der erwartete Kreditverlust auf finanziellen Vermögenswerten ergibt sich hauptsächlich aus Forderungsausfällen und aus der Erhöhung der erwarteten Kreditverluste in den Geschäftsbereichen Payment und Consumer Finance.

Wertminderungsaufwand auf dem Kommissionsertrag

Der Wertminderungsaufwand auf dem Kommissionsertrag beinhaltet Wertminderungen von betrügerischen und Chargeback-Transaktionen, die keinen Kreditverlust darstellen. 

2   Operative Vermögenswerte

Im folgenden Kapitel werden die Forderungen aus den Geschäftsbereichen Payment dargestellt.

2.1 Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment

In 1’000 CHF

30.06.2020

31.12.2019

Forderungen im Scope der ECL-Berechnung*

 

 

Forderungen gegenüber Karteninhabern, Kreditkartengeschäft

615’522

447’660

Inkassoforderungen, Kreditkartengeschäft

4’458

4’105

 

 

 

Forderungen gegenüber Karteninhabern, übrige Zahlkarten

184’985

221’873

Inkassoforderungen, übrige Zahlkarten

10’403

9’816

Übrige Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment, übrige Zahlkarten

149

2’019

 

 

 

Wertminderungen

–13’297

–11’529

 

 

 

Forderungen nicht im Scope der ECL-Berechnung*

 

 

Forderungen aus Fraud und Chargeback

709

403

Wertberichtigungen

–126

–81

 

 

 

Total Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment

802’802

674’265

*Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen berechnen sich basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ("Expected Credit Loss", "ECL").

Der Bestand der Forderungen gegenüber Karteninhabern im Kreditkartengeschäft schwankt stichtagsbezogen. Ein Kunde zahlt einmal im Monat seine Kreditkartenrechnung. Der Zahlungszeitpunkt schwankt von Monat zu Monat und ist unter anderem davon abhängig, wann die Banken die LSV-Einzüge verarbeiten. Sofern ein LSV-Einzug nach dem Monatsende beendet ist, kann ein erhöhter Forderungsbestand resultieren. Diese Schwankung hat weder eine Korrelation mit der Kreditqualität der Kunden noch mit der Zahlungsmoral.

Forderungen Payment
Beschreibung

Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment, Kreditkartengeschäft

Die Forderungen gegenüber den Karteninhabern im Kreditkartengeschäft bestehen aus offenen Salden bei den Kreditkartenkonten. Offene Forderungen gegenüber Karteninhabern, die länger als 90–120 Tage fällig sind, werden auf ein spezielles und überwachtes Inkassoportfolio übertragen, welches unter den «Inkassoforderungen, Kreditkartengeschäft» ausgewiesen wird. 

Forderungen aus dem Geschäftsbereich Payment, übrige Zahlkarten

Die Forderungen gegenüber den Karteninhabern bestehen aus offenen Salden bei den übrigen Zahlkartenkonten. Der grösste Teil der Zahlkarten-Forderungen stammt aus dem homogenen Retailkarten-Portfolio mit einer langen Historie. Der kleinere Teil der Zahlkarten-Forderungen setzt sich aus einem heterogenen Firmenkunden-Portfolio und einem Retailkarten-Portfolio mit kurzer Historie zusammen. Offene Forderungen gegenüber Karteninhabern, die die Übertragungskriterien erfüllen, werden auf ein spezielles und überwachtes Inkassoportfolio übertragen, welches ein Bestandteil der «Inkassoforderungen, übrige Zahlkarten» ist. 

Forderungen aus Fraud und Chargeback

Wenn eine Transaktion eines Karteninhabers möglicherweise einen Betrug darstellt oder der Karteninhaber einen Chargeback geltend macht, wird der jeweilige Saldo auf ein spezielles Portfolio übertragen, bis der Fall geregelt ist. Für alle in diesem Portfolio enthaltenen Forderungen werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen, die allerdings nicht dem Modell der erwartenden Kreditverluste unterliegen. Der Saldo aller aktuell untersuchten betrügerischen und Chargeback-Transaktionen ist unter "Forderungen aus Fraud und Chargeback" angegeben.

Management von Kreditrisiken im Geschäftsbereich Payment

Es liegt in der Natur des Kreditkartengeschäfts, dass Privat- oder Unternehmenskunden vorübergehend beim Kartenunternehmen Verbindlichkeiten haben.

Das Risiko- und Kreditmanagement ist ein zentraler Prozess im Kartengeschäft und die Viseca verwendet deshalb verfeinerte Tools zur Risikoanalyse und Zahlungsverzugsberichte, um die bestehenden Risiken zu überwachen und einzuschätzen. Alle Zahlungseingänge von Kunden werden genau beobachtet.

Die Viseca stellt Kreditkarten im Namen verschiedener Vertriebspartner aus. Die Viseca hat mit einigen ihrer Partner im Kartengeschäft Verträge abgeschlossen, bei denen der Partner das Verlustrisiko für ausstehende Forderungen trägt. Wenn ein Karteninhaber in Zahlungsverzug ist, wird der ausstehende Betrag vollständig vom Partner übernommen. Wenn ein Karteninhaber nicht über einen Partner, sondern direkt mit der Viseca in Beziehung steht, trägt die Viseca das Ausfallrisiko.

Rechnungslegungsgrundsätze

Forderungen gegenüber Karteninhabern werden grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Bei Kunden mit Teilzahlungsoption oder Kunden in Verzug wird mit der Efffektivzinsmethode gerechnet.

Wertminderungsaufwände werden in den Wertberichtigungskonten für Forderungen verbucht, ausser wenn die Viseca davon überzeugt ist, dass der geschuldete Betrag nicht mehr einbringbar ist. In diesem Fall wird der als uneinbringlich betrachtete Betrag direkt in der Forderung abgeschrieben.

Modell der erwarteten Kreditverluste ("Expected Credit Loss")

Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen berechnen sich basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ("Expected Credit Loss", "ECL"). Dabei werden die Forderungen in eine von drei Stufen eingeteilt, auf Basis derer die ECL-Berechnung erfolgt. Forderungen werden aus dem Stage 1 in den Stage 2 zugewiesen, wenn die Zahlungen 60 Tage überfällig sind. Der Stage 3 wird erst zugewiesen, wenn der entsprechende Mahnprozess nicht erfolgreich war und der Kunde in das Vorinkasso- und rechtliche Inkassoverfahren aufgenommen werden muss. Forderungen in Stage 3, die älter als 2 Jahre sind, werden abgeschrieben.

Die Wertminderung wird nach Ermessen des Managements auf der Grundlage angepasst, ob die tatsächlichen Verluste angesichts der aktuellen Wirtschafts- und Kreditbedingungen höher oder geringer sind als diejenigen, die durch historische Trends erwartet werden. Das Management erachtet die Wertminderung für zweifelhafte Forderungen aus dem Payment als angemessen.

3 Finanzierung und Risikomanagement

Im Folgenden werden die Richtlinien und Verfahren beschrieben, die für die Steuerung der Kapitalstruktur sowie der finanziellen Risiken angewendet werden. Die Viseca strebt eine angemessene Eigenkapitalbasis an, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Markts zu erhalten.

3.1  Finanzielle Verbindlichkeiten

In 1’000 CHF

30.06.2020

31.12.2019

Übrige Bankkredite

0

144

Kurzfristiger Anteil des Konsortialkredits

0

0

Kurzfristiger Anteil der herausgegebenen ungesicherten Anleihen

0

0

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

0

144

 

 

 

Langfristiger Anteil der herausgegebenen ungesicherten Anleihen

274’712

274’575

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

0

0

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

274’712

274’575

 

 

 

Total Finanzverbindlichkeiten

274’712

274’719

Änderungen der Finanzverbindlichkeiten sind im wesentlichen Änderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit und in der konsolidierten Mittelflussrechnung aufgeführt.

Bedingungen und Schuldentilgungspläne

 

Währung

Nominalzinssatz

Fälligkeitsjahr

Nominalwert

Buchwert

Nominalwert

Buchwert

In 1’000 CHF

 

 

 

30.06.2020

30.06.2020

31.12.2019

31.12.2019

Herausgegebene ungesicherte Anleihe

CHF

1.125%

2021

275’000

274’712

275’000

274’575

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrige Bankkredite

CHF

diverse

Kontokorrent

0

0

144

144

 

 

 

 

 

 

 

 

Total

 

 

 

275’000

274’712

275’144

274’719

Rechnungslegungsgrundsätze

Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten werden in der Regel zum Nominalwert erfasst. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.

3.2 Aktienkapital und Reserven

Aktienkapital

Per 30. Juni 2020 bestand das Aktienkapital der Muttergesellschaft Viseca Holding AG aus 25’000 Namenaktien mit einem Nominalwert von jeweils CHF 1’000. Die Aktieninhaber haben Anspruch auf den Erhalt der festgesetzten Dividenden sowie auf eine Stimme pro Aktie bei der Generalversammlung des Unternehmens.

Reserven

Die nicht ausschüttbaren gesetzlichen Reserven beliefen sich zum 30. Juni 2020 auf CHF 5.0 Mio.

Dividenden

Folgende Dividenden wurden von der Gruppe festgesetzt und bezahlt:

In 1’000 CHF bzw. wie angemerkt

2020

2019

Anzahl dividendenberechtigter Namenaktien (in Stk.)

25’000

25’000

Ordentliche Dividende pro Namenaktie (in CHF)

2’400

1’600

Bezahlte Dividenden

60’000

40’000

Kapitalmanagement

Die Richtlinie des Verwaltungsrats sieht die Sicherung einer angemessenen Eigenkapitalbasis vor, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Markts zu erhalten. Der Verwaltungsrat beobachtet die Kapitalrendite, welche Viseca anhand des gesamten Eigenkapitals und der Entwicklung der ausbezahlten Dividenden definiert.

3.3. Risikomanagement

Als Finanzdienstleistungsunternehmen ist die Viseca dauernden Veränderungen unterworfen und damit auch mit Chancen und Risiken konfrontiert, welche das Erreichen von Strategien und Zielen entscheidend beeinflussen können.

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt der Verwaltungsrat. Das Audit & Risk Committee und die Interne Revision unterstützen den Verwaltungsrat bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Die Gruppenleitung ist verantwortlich für die Umsetzung der im Reglement über das Risikomanagement definierten Vorgaben sowie für die Einrichtung, Aufrechterhaltung und regelmässige Überprüfung des internen Kontrollsystems IKS. 

Folgende Risiken wurden als wesentliche Risiken der Viseca identifiziert:

Übergeordnete Risiken

Zu den übergeordneten Risiken zählen Umfeld-, Geschäfts- und operationelle Risiken, welche systematisch erhoben werden und im Rahmen der Risikoaffinität entweder akzeptiert oder mittels geeigneter Massnahmen gemindert werden. 

Finanzielle Risiken: Kreditrisiko

Die Viseca ist aus ihrer operativen Geschäftstätigkeit dem Risiko des Ausfalls einer Gegenpartei ausgesetzt. Dieses Risiko besteht hauptsächlich bei den Forderungen gegenüber Kunden der Viseca und hängt in erster Linie von den individuellen Eigenschaften jedes Kunden ab. Da die Viseca hauptsächlich in der Schweiz tätig ist, betrifft auch das Ausfallrisiko vor allem die Schweiz.

Finanzielle Risiken: Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Viseca, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Ein Liquiditätsrisiko entsteht, wenn die Viseca die zur Durchführung ihrer Geschäfte erforderlichen Finanzmittel nicht unter wirtschaftlichen Bedingungen beschaffen kann. Die Viseca überwacht ihre Liquidität fortlaufend und erstellt ausserdem Liquiditätsprognosen und validiert ihre Bewertungsmodelle.

Finanzielle Risiken: Marktrisiko

Unter Marktrisiken wird die Gefahr von Verlusten aus bilanzwirksamen und ausserbilanziellen Positionen aufgrund von Veränderungen der Marktpreise verstanden. Die Definition umfasst Risiken aus Zinsinstrumenten und Aktien sowie Fremdwährungsrisiken.

Die Viseca sichert sich über derivative Finanzinstrumente gegen Fremdwährungsrisiken ab, die aus operativen und Finanzierungsgeschäften hervorgehen.

In 1’000 CHF

Aktiver Wert

30.06.2020 Passiver Wert

Aktiver Wert

31.12.2019 Passiver Wert

Fremdwährungsderivate

120

–183

94

–78

Die aktiven und passiven Werte aus Derivaten sind in den übrigen Forderungen resp. übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Risiken in der Abschlusserstellung

Zur Sicherstellung der Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sowie der Ordnungsmässigkeit der Berichterstattung hat die Viseca interne Kontroll- und Steuerungssysteme eingerichtet, die regelmässig überprüft werden. Bei der Bilanzierung und Bewertung werden Einschätzungen und Annahmen in Bezug auf die Zukunft getroffen. Diese basieren auf den Kenntnissen der jeweiligen Mitarbeitenden und werden regelmässig kritisch hinterfragt. 

4 Konzernstruktur

Im Folgenden sind die Konzernstruktur der Viseca inklusive der wesentlichen Änderungen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Konzernrechnung erläutert.

4.1 Veränderung des Konsolidierungskreises

Gründung neue Tochtergesellschaft

Per 28. April 2020 wurde die Viseca Card Services II AG mit einem Aktienkapital von CHF 100'000 gegründet. Sie wird ab dem 1. Oktober 2020 aktiv und zukünftig als Herausgeberin der Kreditkarten und Karten mit Zahlfunktion (Issuer) tätig sein.

Fusionen von Tochtergesellschaften

Per 29. Mai 2020 wurden die Accarda AG und die Aduno Finance AG rückwirkend auf den 1. Januar 2020 mit der Viseca Card Services SA fusioniert.

Veräusserung von Tochtergesellschaften und at-Equity-Gesellschaften

Per 30. Oktober 2019 ist die 100% Beteiligungen an der Loyalty Gruppe inklusive der Sanavena GmbH und per 27. September 2019 die 55% Beteiligung an der Zaala AG veräussert sowie per 4. März 2019 die 60% Beteiligung an der Paycoach AG verkauft worden.

Am 13. Dezember 2019 wurde die 33% at-Equity-Beteiligung an der SwissWallet AG und auf den 9. Mai 2019 die 20% at-Equity-Beteiligung an der Loyalty Services AG veräussert.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Consumer Finance, welcher die cashgate AG beinhaltete, wurde am 2. September 2019 an die Cembra Money Bank AG veräussert.

Zukünftige Änderungen

Im Oktober wird die Viseca Card Services SA den Issuing-Teil ihres Geschäftes auf die Viseca Card Services II AG abspalten. Danach werden beide Gesellschaften umfirmiert. Die Viseca Card Services SA wird in Viseca Payment Services SA und die Viseca Card Services II AG in Viseca Card Services AG umbenannt.

Die Viseca Payment Services SA wird das Processing-Geschäft und die Viseca Card Services AG das Issuing-Geschäft betreiben.

4.2 Konzerngesellschaften

In 1'000

Sitzland

Währung

Aktienkapital 30.06.2020

Aktienkapital 31.12.2019

Kapitalanteile 30.06.2020

Kapitalanteile 31.12.2019

Viseca Holding AG, Zürich (ZH), Muttergesellschaft

Schweiz

CHF

25’000

25’000

-

-

Accarda AG, Brüttisellen (ZH)

Schweiz

CHF

n/a

18’500

n/a

100%

Aduno Finance AG, Stans (NW)

Schweiz

CHF

n/a

1’000

n/a

100%

Contovista AG, Schlieren (ZH)

Schweiz

CHF

140

140

100%

100%

Viseca Card Services SA, Zürich (ZH)

Schweiz

CHF

20’000

20’000

100%

100%

Viseca Card Services II AG, Zürich (ZH)

Schweiz

CHF

100

n/a

100%

n/a

Rechnungslegungsgrundsätze

Konsolidierung von Tochterunternehmen

Die konsolidierte Halbjahresrechnung basiert auf den nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Einzelabschlüssen aller Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind von der Gruppe beherrschte Unternehmen. Eine Beherrschung wird angenommen, wenn die Gruppe mehr als die Hälfte der Stimmrechte am Tochterunternehmen hält oder eine andere Art der Beherrschung vorliegt. Die Konsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Konzerninterne Bilanzwerte und nicht realisierte Gewinne und Verluste oder Erträge und Aufwände aus konzerninternen Transaktionen werden bei der Aufstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung eliminiert.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und bei Zugang zum Marktwert angesetzt. Assoziierte Unternehmen sind jene Unternehmen, bei denen die Gruppe die Finanz- und Geschäftspolitik massgeblich beeinflusst, jedoch nicht beherrscht. Der Anteil der Gruppe am Gewinn oder Verlust des assoziierten Unternehmens ist in der Erfolgsrechnung enthalten.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zur Herausgabe dieses Berichtes war der Gesellschaft kein wesentliches neues Ereignis bekannt, das die Halbjahresrechnung per 30. Juni 2020 beeinflussen würde.